Acrylamid

Acrylamid ist eine chemische Verbindung, die zur Herstellung von Polyacrylamid-Materialien für die Trinkwasser- und Abwasseraufbereitung verwendet wird. Es findet außerdem Anwendung in Klebstoffen, Papier, Kosmetika, Ölquellen, organischen Chemikalien und Farbstoffen, der Erzverarbeitung, Herbiziden sowie im Damm- und Tunnelbau.
Es findet sich in Lebensmitteln, die bei sehr hohen Temperaturen zubereitet werden, insbesondere in stärkehaltigen Lebensmitteln wie Brot und Kartoffeln, sowie in Kaffee. Man geht davon aus, dass es durch die Maillard-Reaktion entsteht – eine chemische Reaktion, die zur Bräunung führt. Acrylamid wird leicht durch Verschlucken, Einatmen und über die Haut aufgenommen und verteilt sich anschließend in den Körperflüssigkeiten. Es kann die Plazentaschranke überwinden. Nach intravenöser Injektion von Acrylamid in männliche Porton-Ratten war die Gewebeverteilung im Blut am höchsten; in Niere, Leber, Gehirn, Rückenmark, Ischiasnerv und Plasma fanden sich zunehmend geringere Mengen.
Auswirkungen von Acrylamid:
Kurzzeitige Exposition: Studien haben überzeugend gezeigt, dass Acrylamid ein kumulatives Nervengift ist. Ratten, Katzen und Hunde, die 14–21 Tage lang täglich 5–30 mg/kg Körpergewicht über die Nahrung aufnahmen, zeigten Schwäche und Ataxie der Hinterbeine, die bei fortgesetzter Exposition zu Lähmungen führten. Weitere charakteristische Symptome waren Hodenatrophie und Degeneration des Keimepithels.
Langzeitexposition: Die Anzeichen einer Acrylamidvergiftung bei Tieren, die über einen längeren Zeitraum exponiert wurden, entsprechen im Allgemeinen denen bei Tieren, die über einen kürzeren Zeitraum exponiert wurden. Allerdings können bereits durchschnittliche Tagesdosen von nur 1 mg/kg Körpergewicht Auswirkungen hervorrufen. Männliche und weibliche Ratten wurden 90 Tage lang über das Trinkwasser mit 0, 0,05, 0,2, 1,5 oder 20 mg/kg Körpergewicht pro Tag exponiert. In der Gruppe, die 20 mg/kg Körpergewicht pro Tag erhielt, wurden deutliche Läsionen der peripheren Nerven und des Rückenmarks sowie eine Hodenatrophie beobachtet. Obwohl 1,5 mg/kg Körpergewicht pro Tag keine äußeren Anzeichen einer Vergiftung verursachten, zeigten sich histologische Hinweise auf eine Neuropathie. Die Dosis ohne beobachtbare schädliche Wirkung (NOAEL) lag bei 0,2 mg/kg Körpergewicht pro Tag.
Epic Water Filters hat diese spezifische Chemikalie nicht getestet, jedoch Hunderte anderer Chemikalien. Unsere vollständige Testseite finden Sie hier .
