Ammoniak

Ammoniak wird seit über 70 Jahren in Wasseraufbereitungsanlagen eingesetzt, um die Wirksamkeit des dem Trinkwasser zugesetzten Desinfektionsmittels Chlor zu verlängern. Die Zugabe von Ammoniak fördert die Bildung von Chloraminen und reduziert die Bildung von Chlorierungsnebenprodukten, die krebserregend sein können.

Ammoniak ist ein natürliches Produkt des Abbaus organischer Proteine. Es findet breite Anwendung in Industrie und Landwirtschaft und ist eine wichtige chemische Verbindung in der Pflanzen-, Tier- und Humanbiologie.

Ammoniak gelangt am häufigsten durch Abflüsse aus landwirtschaftlichen Gebieten in die Wasserversorgung, wo es als Düngemittel eingesetzt wird. Auch durch Abflüsse von Tierhaltungsanlagen dringt es leicht in Grundwasserleiter ein. Im Brunnenwasser selbst findet sich Ammoniak selten, da Bakterien im Boden es in Nitrate umwandeln. Obwohl große Mengen gesundheitsschädlich und ätzend sein können, unterliegt ihr Gehalt derzeit keiner Regulierung durch die Trinkwassernormen.

Auswirkungen von Ammoniak

  • Wirkt korrosiv auf bestimmte Kupferrohrsysteme.

  • Giftig für Fische und Dialysepatienten. Die Giftigkeit variiert mit dem pH-Wert des Wassers.

  • Reizt die Atemwege.

  • Bisherige Studien haben keine langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen gezeigt.

  • In Verbindung mit Chlor bildet es Chloramine, die als giftig gelten.