Tetrachlorkohlenstoff

Tetrachlorkohlenstoff-Wasserfilter für Leitungswasser

Tetrachlorkohlenstoff, ein flüchtiges, krebserregendes Lösungsmittel, wurde in der industriellen Chemieproduktion und als Bestandteil von Trockenreinigungsmitteln verwendet. In den Vereinigten Staaten ist Tetrachlorkohlenstoff in Produkten für den Hausgebrauch nicht mehr zugelassen.

Früher wurde Tetrachlorkohlenstoff häufig als Reinigungszusatzstoff, Feuerlöschmittel, Pestizid und chemisches Zwischenprodukt für die Kältemittelherstellung verwendet. Er ist schwer abbaubar und kann jahrelang im Grundwasser verbleiben. Neben einem erhöhten Krebsrisiko schädigt Tetrachlorkohlenstoff die Leber und kann zu einer Dämpfung des zentralen Nervensystems, Herzrhythmusstörungen und Nierenschäden führen. Die Aufnahme von Tetrachlorkohlenstoff über das Trinkwasser durch die Mutter wird mit einem erhöhten Risiko für Geburtsfehler in Verbindung gebracht.

Der Einsatz von Tetrachlorkohlenstoff ist seit den 1980er Jahren aufgrund von Umweltbedenken hinsichtlich seiner Rolle beim Ozonabbau deutlich zurückgegangen.

Der größte Teil des Tetrachlorkohlenstoffs gelangt in die Atmosphäre, wo er sich sehr langsam mit einer Halbwertszeit von 18 bis 80 Jahren abbaut. Er kann durch industrielle Abwässer in die Umwelt gelangen und wurde in den Vereinigten Staaten in erheblichen Mengen in Trinkwasserquellen nachgewiesen.

Gesundheitliche Auswirkungen von Tetrachlorkohlenstoff

Die Aufnahme von Tetrachlorkohlenstoff kann Auswirkungen auf Nieren und Leber sowie neurologische Störungen wie Übelkeit, Depressionen, Verdauungsstörungen und Narkose haben. Laut EPA kann eine langfristige Exposition zu Leberproblemen und einem erhöhten Krebsrisiko führen : „Menschen, die über viele Jahre Wasser mit einem Tetrachlorkohlenstoffgehalt über dem zulässigen Grenzwert [0,005 Milligramm pro Liter] trinken, können Leberprobleme entwickeln und haben möglicherweise ein erhöhtes Krebsrisiko.“

Tetrachlorkohlenstoff wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung als „möglicherweise krebserregend“ für den Menschen eingestuft. Es ist als krebserregend bei Tieren bekannt, die Beweislage beim Menschen ist jedoch noch nicht eindeutig.