DDT (Dichlorodiphenyltrichloroethan)

DDT-Wasserfilter (Dichlorodiphenyltrichlorethan)

Dichlorodiphenyltrichloroethan (DDT) ist ein Insektizid, das von Anfang der 1940er bis Ende der 1960er Jahre weit verbreitet war, bis es Anfang der 1970er Jahre aufgrund von Umweltbedenken verboten wurde.

Die Chemikalie ist vor allem durch Rachel Carsons Buch von 1962 bekannt. Der stumme Frühling und die Umweltbewegung, die es inspirierte. Auch heute noch wird DDT in einigen Ländern zur Bekämpfung von durch Insekten übertragenen Krankheiten wie Gelbfieber, Typhus und Malaria eingesetzt, wenn die Risiken des Einsatzes der Chemikalie als geringer als die Risiken der Krankheit selbst eingeschätzt werden.

DDT ist ein persistenter Schadstoff. Gelangt er in die Umwelt, kann er dort laut EPA über 15 Jahre verbleiben. Tiere nehmen ihn leicht auf und reichert ihn im Fettgewebe an. Dieses gespeicherte DDT kann sich in der Umwelt verbreiten und über die Nahrungskette aufgenommen werden. Die meisten Menschen nehmen DDT vermutlich über die Nahrung auf.

Obwohl DDT aus Umweltsicht große Bedenken hervorruft, ist es für die Trinkwasseraufbereitung in Privathaushalten weniger problematisch. Es lagert sich leicht an Boden und Sedimente im Wasser an, und die im Trinkwasser nachgewiesenen Konzentrationen waren – selbst während der Hochphase seiner Verwendung – typischerweise sehr niedrig.

Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen

Der Verzehr von Lebensmitteln mit hohen DDT-Konzentrationen (in Gramm) über einen kurzen Zeitraum beeinträchtigt das Nervensystem. Menschen, die große Mengen DDT aufnahmen, zeigten Erregbarkeit, Zittern und Krampfanfälle. Zudem traten Schwitzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Schwindel auf. Diese Auswirkungen auf das Nervensystem klangen nach Beendigung der Exposition wieder ab. Ähnliche Effekte sind beim Einatmen von DDT-Partikeln in der Luft oder beim Hautkontakt mit hohen DDT-Konzentrationen zu erwarten. Tierversuche bestätigen die Wirkung von DDT auf das Nervensystem.

Langfristige DDT-Exposition kann schädliche Auswirkungen auf Leber, Nerven- und Fortpflanzungssystem haben. Es ist wahrscheinlich auch krebserregend für den Menschen; Tierstudien haben eine krebserregende Wirkung gezeigt, die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat jedoch festgestellt, dass die Beweislage bisher nicht ausreicht, um mit Sicherheit zu sagen, ob es auch für den Menschen krebserregend ist.

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