Mangan

Mangan ist ein natürlich vorkommendes Element, das allgegenwärtig in Luft, Boden und Wasser zu finden ist. Es ist ein essenzieller Nährstoff für Mensch und Tier. Eine unzureichende oder übermäßige Zufuhr kann gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Ein Manganmangel beim Menschen gilt als selten, da Mangan in vielen gängigen Lebensmitteln enthalten ist.
Obwohl Mangan in niedrigen Dosen ein essenzielles Spurenelement ist, kann eine chronische Exposition gegenüber hohen Dosen schädlich sein. Die gesundheitlichen Auswirkungen einer Manganüberbelastung hängen vom Aufnahmeweg, der chemischen Form, dem Alter bei Exposition und dem Ernährungsstatus des Betroffenen ab. Ungeachtet dessen gilt das Nervensystem als primäres Zielorgan, wobei in der Regel neurologische Effekte beobachtet werden. Viele Berichte über negative Auswirkungen von Mangan auf den Menschen beziehen sich auf Inhalationsexpositionen am Arbeitsplatz.
Wie gelangte Mangan in mein Wasser?
Verstopfte Wasserleitungen führen typischerweise zu erhöhten Mangankonzentrationen. Verstopfungen verhindern, dass Chlor in das Verteilungssystem gelangt. Chlor ist ein Oxidationsmittel und wird üblicherweise zur Manganentfernung im Trinkwasser eingesetzt. Wasserversorger verwenden Chlor in der Regel zur Behandlung biologischer Verunreinigungen, aber auch zur Reduzierung von Eisen- und Mangankonzentrationen im Trinkwasser. Bei Versagen von Behandlungsmethoden (wie der Chlorung) kann es zu einer Belastung mit hohen Mangankonzentrationen kommen. Private Brunnen unterliegen keiner Regulierung und müssen daher nicht die bundesweit vorgeschriebenen Trinkwassernormen erfüllen. Wenn Sie Ihr Trinkwasser aus einem privaten Brunnen beziehen, sollten Sie dies bei allen Arten von Verunreinigungen berücksichtigen.
Gesundheitliche Auswirkungen
Mangan kann gesundheitsschädliche Auswirkungen haben, wenn die Konzentration den lebenslangen gesundheitlichen Richtwert von 0,3 ppm überschreitet. Studien haben ergeben, dass die chronische Aufnahme von manganhaltigem Wasser bei älteren Erwachsenen und Säuglingen zu neurologischen Störungen führen kann. Langfristige Exposition kann Lethargie und Muskelschwäche verursachen. Die EPA hat eine Trinkwarnung für Säuglinge unter einem Jahr sowie für stillende und schwangere Frauen ausgesprochen. Dies liegt unter anderem daran, dass Säuglinge besonders empfindlich auf jegliche Art von Kontamination reagieren.
