Strontium

Beste Methode zur Strontiumfilterung aus Wasser

Strontium ist ein weiches, silbriges Metall mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten: Es blockiert die Röntgenstrahlen von Fernsehbildröhren, lässt Farbe im Dunkeln leuchten und ist für das leuchtende Rot von Feuerwerkskörpern verantwortlich. Strontium spielt auch eine wichtige Rolle bei der Erforschung der Ursprünge von Arten: Anthropologen messen den Strontiumionengehalt in Knochen und Zähnen, um die geografische Herkunft von Urmenschen und -tieren zu bestimmen. Während natürliches Strontium harmlos ist, hat eines seiner Isotope, Sr-90, einen deutlich gefährlicheren Ruf: Es ist ein gefährliches Nebenprodukt des radioaktiven Niederschlags. Und ja, Sie möchten es nicht in Ihrem Trinkwasser haben.

Strontium kommt natürlich in der Umwelt vor. Luft, Staub, Boden, Lebensmittel und Trinkwasser enthalten geringe Mengen Strontium. Die Aufnahme kleiner Mengen Strontium ist unbedenklich. Hohe Strontiumkonzentrationen können jedoch in Wasser auftreten, das aus strontiumreichen Grundwasserleitern im Festgestein entnommen wird. Strontium stammt auch aus anderen Quellen wie der Luftverschmutzung durch Mahlprozesse, Kohleverbrennung und Phosphatdünger. In einigen Fällen wurden Osteoporose-Patienten zur Behandlung ihrer Erkrankung geringe Mengen Strontium verabreicht.

Strontium ist wie andere Alkalimetalle chemisch sehr reaktiv und reagiert sowohl mit Luft als auch mit Wasser. An der Luft verbrennt es mit einer hellroten Flamme. In Verbindung mit Wasser setzt Strontium Wasserstoffgas und Strontiumhydroxid frei – ein starkes Reizmittel.

Gesundheitliche Auswirkungen

Das von Strontium ausgehende Risiko hängt von der aufgenommenen Konzentration und den Expositionsbedingungen ab. Die aktuelle Referenzkonzentration der US-Umweltschutzbehörde (EPA) deutet darauf hin, dass eine dauerhafte Strontiumaufnahme von mehr als 4000 ppb pro Tag negative gesundheitliche Auswirkungen haben kann. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Trinkwasser mit Spuren von natürlich vorkommendem Strontium schädlich ist.

Eine Exposition gegenüber hohen Konzentrationen natürlich vorkommenden Strontiums im Säuglings- und Kindesalter kann jedoch das Knochenwachstum beeinträchtigen und zu Zahnveränderungen führen. Es gibt Hinweise darauf, dass Strontium die Knochendichte bei Erwachsenen erhöht. Das Isotop Strontium-90 wird mit Knochenkrebs und Leukämie in Verbindung gebracht.

Derzeit gibt es keinen bundesweiten Grenzwert für Strontium im Trinkwasser. Die EPA hat einen gesundheitlichen Referenzwert für Strontium festgelegt. Dieser lag im Oktober 2014 bei 1,5 Milligramm pro Liter (mg/L).