Trichloressigsäure

Wie ist Trichloressigsäure in mein Wasser gelangt?
Trichloressigsäure (TCA) findet breite Anwendung in der Biochemie zur Ausfällung von Makromolekülen wie Proteinen, DNA und RNA. TCA und DCA werden in der Kosmetik (z. B. bei chemischen Peelings und zur Tattooentfernung) sowie als topische Medikamente zur Chemoablation von Warzen, einschließlich Genitalwarzen, eingesetzt. Sie kann auch gesunde Zellen schädigen. Die Anwendung zu diesem Zweck während der Schwangerschaft gilt als sicher. Ihr Natriumsalz wurde ab den 1950er-Jahren als Herbizid verwendet, jedoch Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre von den Behörden vom Markt genommen.
Trichloressigsäure, eine der fünf durch Bundesnormen regulierten Halogenessigsäuren, entsteht bei der Trinkwasseraufbereitung mit Chlor oder anderen Desinfektionsmitteln. Halogenessigsäuren und andere Desinfektionsnebenprodukte erhöhen das Krebsrisiko und können während der Schwangerschaft Probleme verursachen.
Auswirkungen auf die Haut
Hohe Konzentrationen von Halogenessigsäuren im Trinkwasser können über einen kurzen Zeitraum zu schweren Hautreizungen führen. Trichloressigsäure, eine Halogenessigsäure, wird klinisch als chemisches Peeling eingesetzt. Hohe Konzentrationen dieser Säure verursachen Hautverlust, Entzündungen und den Abbau des Strukturproteins Kollagen. Die Hautschädigung kann in manchen Fällen zwei bis 15 Wochen anhalten.
Krebsrisiko
Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat die Säure in die Krebsgruppe 2B eingestuft, was bedeutet, dass sie beim Menschen Krebs verursachen kann. Diese Einstufung basiert jedoch auf Tierstudien, und die Beweislage für ihre krebserregende Wirkung beim Menschen ist begrenzt. Experimente an Mäusen, die unterschiedlichen Konzentrationen von Halogenessigsäure ausgesetzt waren, zeigten ein vermehrtes Auftreten von Lebertumoren und Leberkrebs.
Geburtsfehler
Die Exposition gegenüber hohen Konzentrationen von Halogenessigsäure kann auch das Risiko von Geburtsfehlern erhöhen. Wie bei Krebs wurden jedoch bisher nur Tierstudien durchgeführt. Föten von Ratten, deren Mütter über die Nahrung hohen Dosen von Halogenessigsäure ausgesetzt waren, zeigten ein vermindertes fetales Wachstum und eine höhere Häufigkeit von Herz- und Nierenfehlbildungen. Auch trächtige Ratten, die dem Schadstoff ausgesetzt waren, nahmen während der Trächtigkeit insgesamt weniger an Gewicht zu.
