
Wir alle wissen, dass BPA nicht gut ist, aber warum genau ist das so?

Forrest G
Verrückt nach sauberem Wasser, Felsen (und dem Klettern) und Gartenarbeit
Es ist mittlerweile allgemein bekannt, dass BPA gesundheitsschädlich sein kann, und wir kennen es meist aufgrund seines Vorkommens in Kunststoffen. Daher entscheiden wir uns als Verbraucher immer häufiger für Produkte, die „BPA-frei“ sind. Doch was genau ist BPA?
BPA steht für Bisphenol A, eine weltweit produzierte Chemikalie, die vor allem in Polycarbonat-Kunststoffen verwendet wird. Sie wird auch als „Allgegenwärtige Chemikalie“ bezeichnet, da sie in so vielen Produkten des täglichen Gebrauchs enthalten ist, beispielsweise in Einweg-Plastikflaschen oder in Küchenfußböden.

Vor Jahrzehnten wurde BPA wegen seiner Verwendung in Babyprodukten boykottiert. Eltern sorgten sich um ihre Kleinen, die besonders empfindlich darauf reagieren, nachdem BPA mit Berichten über Fehlbildungen beim Fötus, niedriges Geburtsgewicht und andere Probleme wie beispielsweise Gehirn- oder Verhaltensstörungen bei Säuglingen und Kindern in Zusammenhang gebracht worden war.
Heute ist BPA als endokriner Disruptor bekannt. Das endokrine System produziert und gibt Hormone aus verschiedenen Drüsen unseres Körpers ab. Diese Hormone werden über den Blutkreislauf zu den Zielgeweben transportiert und steuern zahlreiche Körperfunktionen wie Atmung, Stoffwechsel, Fortpflanzung, Sinneswahrnehmung, Bewegung, sexuelle Entwicklung und Wachstum. Unser Körper ist täglich auf dieses System angewiesen, um grundlegende Funktionen aufrechtzuerhalten, die uns gesund und funktionsfähig halten.
Endokrine Disruptoren können die Wirkung körpereigener Hormone imitieren oder stören und vielfältige negative Auswirkungen haben. Einige endokrine Disruptoren bauen sich in der Umwelt nur langsam ab und können daher auch für die Umwelt schädlich sein. Der Kontakt mit endokrinen Disruptoren erfolgt auf verschiedenen Wegen: über die Haut, die Nahrung, das Wasser und die Luft. Schon geringe Dosen endokriner Disruptoren können negative Folgen haben, da das endokrine System unseres Körpers auf Homöostase angewiesen ist. Bereits geringfügige Abweichungen davon können zu einer Erhöhung oder Verringerung der Hormonproduktion führen, was wiederum Körperfunktionen beeinträchtigen kann.
Mit zunehmendem Bewusstsein für die Problematik von BPA werden immer mehr Studien durchgeführt, um besser zu verstehen, wie genau BPA uns beeinflusst.
Harvard führte 2009 eine Studie mit 77 Studenten durch, um zu untersuchen, ob der Konsum von BPA-haltigen Getränken aus Behältern die BPA-Konzentration im Körper erhöht. Die Ergebnisse zeigten, dass die BPA-Konzentration im Urin der Studenten, die eine Woche lang aus BPA-haltigen Flaschen tranken, um zwei Drittel anstieg. Die vollständige Studie finden Sie hier .
Diese Studie war wichtig, weil unbekannt war, wie stark die BPA-Belastung wäre, wenn man lediglich aus einem Produkt trinkt, das BPA enthält. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass diese Art der Belastung die BPA-Konzentrationen bereits nach kurzer Zeit deutlich erhöht.

Was kann man also tun, um das zu vermeiden?
Selbstverständlich können Sie vor dem Kauf auf den Produkten nach dem „BPA-frei“-Logo suchen.
Sie können auch Produkte vermeiden, die üblicherweise höhere Mengen davon enthalten, wie zum Beispiel:
Plastik, Konserven und Kassenbons
Lebensmittel in Plastikbehältern sollten nicht in der Mikrowelle erhitzt werden.
Kaufen Sie getrocknetes oder gefrorenes Obst oder Gemüse, um Konserven zu vermeiden.
Kunststoffe sollten von Hand gewaschen werden, anstatt sie in der Spülmaschine zu reinigen. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel.
Und schließlich: Filtern Sie Ihr Wasser!
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