Arsen im Wasser


Arsen ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das unbemerkt in die Wasserversorgung gelangen und ohne wahrnehmbaren Geschmack oder Geruch ernsthafte Gesundheitsrisiken bergen kann. Ob Sie Ihr Wasser aus dem öffentlichen Netz oder einem privaten Brunnen beziehen – die Arsenbelastung ist ein Thema, das jeder Amerikaner kennen sollte. Laut der Environmental Working Group (EWG) sind schätzungsweise 70 Millionen Amerikaner in 48 Bundesstaaten einem Arsengehalt im Trinkwasser ausgesetzt, der nach wissenschaftlichen Standards als gesundheitsschädlich gilt. Weitere 2,7 Millionen Menschen, die auf private Brunnen angewiesen sind, trinken möglicherweise ebenfalls Wasser mit gefährlich hohen Arsenwerten. Lassen Sie uns die wissenschaftlichen Grundlagen, die Risiken und die Möglichkeiten zum Schutz von Ihnen und Ihrer Familie genauer betrachten.


Arsen ist ein giftiges Element, das natürlich in Böden und Gesteinen vorkommt, aber durch menschliche Aktivitäten wie Bergbau, Landwirtschaft und die Nutzung fossiler Brennstoffe auch in die Wasserversorgung gelangt. Es sickert aus Gesteinsformationen ins Grundwasser, das sowohl die städtische Wasserversorgung als auch private Brunnen speist.

Die westlichen US-Bundesstaaten weisen tendenziell die höchsten Arsenkonzentrationen im Wasser auf, aber keine Region ist völlig sicher – Arsenbelastung wurde in allen 50 Bundesstaaten nachgewiesen.


Gesundheitliche Auswirkungen von Arsen im Trinkwasser


Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben Arsen beide als bekanntes krebserregendes Mittel für den Menschen eingestuft. Langfristige Exposition, selbst bei niedrigen Konzentrationen, wurde mit folgenden Erkrankungen in Verbindung gebracht:
Blasen-, Lungen- und Hautkrebs
Nieren-, Leber- und Prostatakrebs
Hautläsionen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Schädigung des Immunsystems
Entwicklungsprobleme bei Kindern
Kognitive Beeinträchtigungen
Erhöhte Toxizität für Raucher

Ein Entwurf des EPA-Berichts aus dem Jahr 2023 ergab, dass Arsen 30-mal giftiger ist als bisher angenommen. Dennoch liegt der gesetzliche Grenzwert in den USA weiterhin bei 10 Teilen pro Milliarde (ppb). Laut einer Analyse der EPA selbst könnten dadurch bis zu 600 Krebsfälle pro Million Menschen entstehen, die im Laufe ihres Lebens Trinkwasser mit dieser Konzentration konsumieren.


Arsen III & Arsen V


Arsen im Trinkwasser kommt hauptsächlich in zwei Formen vor: Arsen(III), auch Arsenit genannt, und Arsen(V), auch Arsenat genannt. Der Hauptunterschied liegt in ihrer chemischen Struktur und ihrem Verhalten im Wasser. Arsen(V) ist die oxidierte Form und findet sich häufiger in Oberflächengewässern, während Arsen(III) die reduzierte Form ist und typischerweise im Grundwasser vorkommt. Beide Formen sind gesundheitsschädlich und mit schwerwiegenden Risiken verbunden, darunter Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Entwicklungsstörungen. Arsen(III) gilt jedoch als gefährlicher, da es vom Körper leichter aufgenommen wird und sich mit herkömmlichen Wasseraufbereitungsverfahren schwerer entfernen lässt.

Die Entfernung von Arsen(V) ist in der Regel einfacher, da es sich besser an Filtermaterialien wie Aktivtonerde, eisenbasierte Medien und bestimmte Ionenaustauscherharze bindet. Arsen(III) hingegen stellt aufgrund seiner ungeladenen, mobileren Form eine größere Herausforderung dar, da es sich nicht so leicht an typische Filtermaterialien bindet. Daher erfordert die effektive Entfernung von Arsen(III) oft einen Oxidationsschritt, um es zunächst in Arsen(V) umzuwandeln, gefolgt von der Filtration. Diese Unterscheidung ist wichtig bei der Bewertung von Wasserfiltersystemen, insbesondere für Haushalte mit Brunnenwasser – denn ein System, das nur Arsen(V) entfernt, bietet möglicherweise keinen ausreichenden Schutz, wenn Arsen(III) vorhanden ist.



Symptome einer Arsenvergiftung


Eine chronische Arsenbelastung ruft möglicherweise keine sofortigen Symptome hervor, kann aber im Laufe der Zeit Folgendes verursachen: Müdigkeit oder Schwäche
Hautverdunkelung oder Läsionen
Taubheitsgefühl in Händen und Füßen
Bauchschmerzen
Übelkeit und Erbrechen
Durchfall
Gedächtnis- oder Konzentrationsprobleme
Häufige Atemwegsinfektionen

Wenn Sie auf Brunnenwasser angewiesen sind oder in einer Region leben, die für Arsenbelastung bekannt ist, sind Tests unerlässlich, auch wenn Sie sich gesund fühlen.


Wie man Wasser auf Arsen testet


Wenn Sie an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind, sollten Sie zunächst den Wasserqualitätsbericht Ihres örtlichen Wasserversorgers überprüfen oder die EWG-Trinkwasserdatenbank konsultieren, um festzustellen, ob Arsen in Ihrer Gegend ein bekanntes Problem darstellt. Wenn Sie Brunnenwasser nutzen, wenden Sie sich an Ihr örtliches Gesundheitsamt, um Informationen zu Testmöglichkeiten zu erhalten. Alternativ können Sie online den Dienst „Tap Score“ nutzen. Die Arsenwerte können stark variieren, sogar von Haus zu Haus. Verlassen Sie sich daher nicht allein auf regionale Daten.

Die EPA muss den bundesweiten Grenzwert für Arsen im Trinkwasser senken, um dem aktuellen Kenntnisstand über dessen Toxizität Rechnung zu tragen. Gleichzeitig sollten die Bundesregierung und die lokalen Wasserversorger in verbesserte Aufbereitungstechnologien und Aufklärungskampagnen investieren, um die Belastung der Bevölkerung zu reduzieren. Bis dahin liegt die Verantwortung bei den Einzelnen, ihr Wasser zu testen und aufzubereiten sowie auf ihre Nahrungsquellen zu achten.




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